Gott macht alles neu! – zum Jahreswechsel 2025>2026

„Neue Chance, neues Glück!“ 

Gehen Sie mit dieser Zuversicht ins neue Jahr? 

Glauben Sie, dass 2026 ein gutes Jahr für Sie wird? 

Ich wünsche es Ihnen jedenfalls. 

Glauben heißt übrigens nicht, „denken, dass etwas ist“, sondern glauben heißt vertrauen. 

Deshalb ist Zuversicht nicht naiv, sondern etwas, ohne das wir nicht leben könnten. 

Habe ich die Zuversicht, dass ich gesund bleibe? 

Vertraue ich darauf, dass die Menschen mir auch in diesem Jahr wohlgesonnen sein werden? 

Traue ich mir und Gott zu, dass ich mit den Problemen, die dieses Jahr zweifellos auch bringen wird, so umgehen kann wie mit denen des zurückliegenden Jahres?

Aber das ist nicht so einfach. 

Zu sehr haben uns die Sorgen und Ängste des alten Jahres geprägt.

Das Alte klebt an uns, hält uns fest. 

Was soll sich schon ändern, fragt mancher?

Alles, sagt Gott. 

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ heißt die biblische Losung für 2026. 

Man könnte auch beten: „Lass mich zuversichtlich in dieses neue Jahr gehen, lieber Gott; schenke mir dieses Vertrauen und sei mit deinem Segen mit mir auf dem Weg.

Gottes Segen für 2026 wünsche ich Ihnen und ebenso Gesundheit und Glück.

Ihr
Matthias Treiber

Die Jahreslosung für das Jahr 2026 stammt aus Offenbarung 21, 5

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Weihnachten 2025

Dass das Leben manchmal im Dunkeln ist, braucht uns keiner zu sagen, 

so wenig wie man es den Hirten sagen musste, die da eines Nachts bei ihren Herden saßen, als sie plötzlich einen Engelsgesang hörten, der die Welt veränderte: 

„Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ 

Gott lässt uns also nicht im Dunkeln sitzen, in Angst und Einsamkeit und mit all unserem Scheitern.

Es ist gut mit dir und deinem Leben, sagen die Engel. 

Es wird gut mit euch und mit eurer Welt. 

Die Erde wird nicht vergehen, solange Gott seine schützende Hand über uns hält. 

Unser Leben ist nicht verloren. 

Es ist zuweilen bedroht und fällt uns zuweilen schwer. 

Aber Gott kommt zu uns, ist mit uns, geht mit uns.

Und dann sagen uns die Engel auch: 

Öffne die Augen! 

Blicke aus deinem Herzen heraus! 

Sieh all das Gute, das dir widerfährt. 

Sieh all das Sinnvolle, das du tun kannst. 

Sieh all die Liebe, die wirklich ist. 

Sieh all die Liebe, die tätig ist. 

Sieh all die Liebe, die möglich ist.

Ich wünsche Ihnen eine fröhliche, selige, Gnaden bringende, und von Liebe erfüllte Weihnachtszeit.

Ihr
Matthias Treiber

Die Weihnachtsgeschichte steht in Lukas 2, 1-20.

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Ja-Sager – Sonntagsgedanken zum 21. Dezember 2025

Einfach Ja sagen zu sich und andern:

Ja, ich mag dich. 

Ja, ich verstehe dich. 

Ja, ich vergebe dir.


Oder auch: Ja, das möchte ich. 

Ja, so bin ich. 

Ja, das habe ich gut gemacht.


Ja sagen:

 Zum Leben, zur Liebe und zur Freiheit.

Und zum Glauben.
Denn Gott sagt Ja zu uns. So steht es im zweiten Brief des Paulus an die Korinther.

Predigttext am 4. Advents-Sonntag, 21. Dezember, ist 2.Korinther 1, 18-22.

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Schenken als Geschenk – Sonntagsgedanken zum 14. Dezember 2025

Wenn man nur wüsste, was man schenken soll. 

Vielleicht macht man sich zunächst einmal selbst ein Geschenk, indem man anderen etwas schenkt. 

„Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat,“ rät Johannes der Täufer seinen Zuhörern. 

So bereitet man sich richtig auf Weihnachten vor, das Kommen Christi.

Man bereitet sich vor, indem man löslässt und sich auf das Wesentliche konzentriert. 

Aber bitte: Nicht den abgetragenem Plunder von vor zwanzig Jahren spenden, sondern Sachen, die man auch selbst noch anziehen würde. 

Das Second-Hand-Kaufhaus unserer Aufbaugilde nimmt gerne Sachen entgegen, die sich an oder für Bedürftige weiterverkaufen lassen.

Ich finde es sehr schön, dass die Spendenbereitschaft in unserem Land ungebrochen ist. 

Darauf, eine soziale Gesellschaft zu sein, können wir stolz sein. 

Begonnen hat die Nächstenliebe bei uns mit der christlichen Botschaft der Nächstenliebe, die alle Menschen in Blick nimmt, die Hilfe brauchen. 

Advent ist für alle da.

Falls Sie noch Geschenke suchen, sind die Second-Hand-Kaufhäuser unserer diakonischen Einrichtungen übrigens auch eine interessante Adresse. 

Beim Stöbern dort entdeckt man oft Dinge, auf die man nie gekommen wäre.

Predigttext am 3. Advent, 14. Dezember 2025, ist Lukas 3.

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Erlösung naht – Sonntagsgedanken zum 7. Dezember 2025

Ich bewundere Menschen, die etwas wagen – für andere, für die Freiheit. 

Passanten, die einen Terroristen überwältigten 

oder die Menschen, die überall auf der Welt um ihre Freiheit kämpfen. 

Ein Zeichen erfüllten Lebens ist es ja, erhobenen Hauptes durchs Leben gehen zu können. 

Was braucht man, um solche Risiken für den Kampf dafür eingehen zu können? 

Mut, 

einen gewissen Leidensdruck 

und die Hoffnung, dass sich die Fesseln lösen.

„Erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“ heißt die Verheißung des Zweiten Advents.

Gott hat jeden Menschen mit dem Recht auf Leben und Freiheit ausgestattet. 

Bedroht ist das allenthalben. 

Doch die Hoffnung, dass am Ende die Erlösung naht, verleiht einem Flügel wie einem Adler. 

Lassen wir die Menschen, die sich für Leben und Freiheit einsetzen, nicht allein! 

Sie hoffen und handeln auch für uns.

Predigttext am 2.Advents-Sonntag, 7. Dezember, ist Lukas 21, 25-33.

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Waffen des Lichts – Sonntagsgedanken zum 1. Advent 2025

Wer liebt, lebt besser! Gelassener, fröhlicher, sicherer und freier. Man kann sich in die Arme anderer auch mal fallen lassen und zusammen über Fehler lachen, kann spüren, dass andere für einen kämpfen, und bleibt nicht im eigenen Denken gefangen.

So soll es sein – auch wenn es noch nicht so weit ist, dass wir uns alle um den Hals fallen. Immerhin versprüht die Adventszeit in all ihrem Lichterglanz schon erst Hoffnung in dieser finsteren Jahreszeit: Liebe ist möglich, und wir können schon jetzt damit anfangen. „So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.“ heißt es im Predigttext für den ersten Advent. Na denn! Zünden wir also ein Lichtlein an!

Predigttext am ersten Advent, 30. November 2025, ist Römerbrief 13, 8-12.

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Dazu ist Kirche gut – Sonntagsgedanken zum 23. November 2025

Wozu Kirche und Religion gut sind?  

Vielleicht auch dazu, dass sie sich dem Thema Leid und Tod stellen. 

Niemand redet gerne davon oder denkt gerne daran.

Aber das Finstere im Leben zu ignorieren, ist genauso wenig sinnvoll wie auf Allgemeinplätze zurückzugreifen. 

Immerhin kann man der Religion zugutehalten, dass sie sich seit Tausenden von Jahren dem Thema stellt und es durchdacht hat. 

Und dass Menschen dadurch Trost gefunden haben, der ihnen Leben ermöglichte. 

Darauf kann man auch selbst aufbauen.

Niemand weiß, was nach dem Tod kommt, und niemand kann beweisen, dass das Leben sinnvoll ist. 

Der gläubige Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat dazu eine Wette angeboten.

Deren Ergebnis macht deutlich, dass es in jedem Fall sinnvoller ist, zu glauben, als nicht zu glauben. 

Wer glaubt, mag sich täuschen, aber er führt in jedem Fall ein erfülltes Leben. 

Wer nicht glaubt, mag am Ende recht haben, aber ein Leben zu führen, das ich als sinnlos empfinde, möchte ich mir nicht vorstellen müssen.

Das macht Leid nicht leichter und den Tod nicht erträglicher – aber es hält einen fest, wenn alles wankt. 

Es ist gewiss, dass weder Tod noch Leben uns vom Grund unseres Seins trennen können, von Gott.

Predigttext am Ewigkeitssonntag, 23. November 2025, ist Matthäus 25, 1-13.

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Sei gesegnet und spüre dies – Sonntagsgedanken zum 16. November 2025

Die dunkle Jahreszeit hat noch nicht richtig begonnen und geht mir schon jetzt auf den Geist. 

Sie provoziert provoziert dunkle Gedanken an Leid und Not und Tod.  aran wird auch die kleine Freude am bunten Laub in der kurzen Mittagssonne nichts ändern.

Es ist gut, das Dunkle im Leben nicht zu verdrängen, und für mich ist das die wesentliche Bedeutung der Kirche: Wir stellen uns seit 2.000 Jahren diesen bedrängenden Erfahrungen von Endlichkeit.

Wir stellen uns der Verzweiflung, suchen spürbaren Trost und stärkende Hoffnung.

Selbstsichere Worte sind da fehl am Platz. 

Der Glaube, dass es jenseits der Endlichkeit unendliches Sein und Sinn gibt, ist zunächst einmal nur eine trotzige Behauptung: 

Wir lassen uns von dem kommenden Winter nicht unterkriegen. 

Der Frühling kommt wieder. 

Ganz gewiss! 

Wir können es spüren: Gott ist mit uns und segnet uns. Jeden Tag.

Predigttext am Sonntag, 16. November 2025, ist Hiob 14 (in Auszügen)

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Liebet eure Feinde? – Sonntagsgedanken zum 9. November 2025

Liebet eure Feinde! heißt es im Predigttext am kommenden Sonntag, und dass das nicht so einfach ist, weiß jeder. Manchmal muss man Feinden mit Gewalt entgegentreten.

Es war nötig, dass die Allierten den Kampf gegen Nazideutschland mit Waffen geführt haben; es wäre ein Verbrechen gewesen, jesidischen Frauen in Syrien den Schutz durch Waffengewalt zu verwehren; es ist dringend nötig, dass Politik und Polizei mit aller legitimen Gewalt den Untaten bei uns entgegentreten. 

So steht es auch in einem unserer Bekenntnisse, der Barmer Theologischen Erklärung von 1934.

Man könnte es bei der Feststellung belassen, dass Feindesliebe eine Utopie ist – oder man fängt einfach damit an, so wie Jesus oder Martin Luther King oder all die anderen, die mit Weisheit und Verstand im anderen nicht den Feind sehen, sondern maximal einen bösartigen Menschen, den man stoppen muss – manchmal leider auch mit Gewalt.

Predigttext am Sonntag, 09. November 2025 ist Lukas 6, 27-38.

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Gott verlässt uns nicht – Sonntagsgedanken zum 2. November 2025

„Die Saurier hatten einfach Pech, weil Sie zu groß für die Arche Noah waren. Deshalb sind sie ausgestorben, als vor 5000 Jahren die Sintflut kam.“

Das ist natürlich kreationistischer Quatsch. Saurier gibt es in der Bibel nicht und die großen Echsen verschwanden wohl infolge eines Kometeneinschlags vor 65 Millionen Jahren. Dafür haben sich ihre Nachfahren aber prächtig zu Vögeln entwickelt. „Das Leben findet einen Weg. Immer.“ 

Sie wissen, woher das Zitat ist? – Richtig, aus „Jurassic Park“.

Bei der Geschichte Noahs geht es nicht um einen Mann, der einen Kahn für zigtausend Tiere gebaut hat, sondern um den Menschen, der Erlösung findet, wenn er sich auf Gott verlässt. 

Wo die einen denken, dass alles den Bach runtergeht – wenn man die Sintflut so verniedlichen darf -, erkennt Noah im Regenbogen ein Zeichen Gottes. 

So etwas Schönes am Himmel kann nur eines heißen: Gott verlässt uns nicht, nie und nimmer.

Predigttext am Sonntag, 2. November 2025, ist die mythologische Erzählung von Noah in 1.Mose 8 und 9 (in Auszügen).

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